Noch ein Gedicht

Januar 25, 2008

Wüstenrose

Lange in der Wüste umhergestreift,

Sand wächst in meinen Augen,

ausgetrocknetes, hungriges Herz,

dort wo ich nicht bin, will ich sein.

Mein rastloser Geist will anhalten,

schaut auf eine Rose im Wüstensand,

bei ihr will ich mich zur Ruhe betten,

von Wolken zugedeckt aushalten.

Ein Sturm kommt auf,

wilde Windböen treiben mich um,

kann ich mir wieder vertrauen?

auch diesmal meinen Weg hinausfinden?

Auf der Suche nach meiner Lebensquelle,

wie die Wüstenrose sich ihre sucht,

ohne Angst ihr Sein auszuhauchen,

auf unfruchtbarem Boden.

Verwehte Umrisse aus Sand,

unstetes Treiben hüllt mich ein,

ich finde meinen Halt noch nicht,

doch weiß ich, hier will ich sein.

Meine Gedichte in einer rastlosen Zeit

Januar 25, 2008

Freund in mir 

Freund tief in mir,

Ich suche dich, vermisst du mich nicht?

Dickicht vor mir, Schwere in mir,

In meinem Spiegelbild finde ich dich nicht.

Freund tief in mir,

Zerrissene Gedanken abschütteln,

In der Ferne liegt ein fremder Zauber,

Verheißung statt Erschlaffung.

Fort von hier, fort von mir?

Entgleisung statt Hoffnung.

Lass uns in den Spiegel blicken,

Wieder gemeinsam um das Feuer tanzen,

Freund tief in mir,

Wir sind keine Figuren im Schattenspiel,

Was ist falsch an meinem Spiegelbild?

Wurzeln in der Vergangenheit zeigen Risse,

Heller Klang in meinen Ängsten, mit dir als mein Schutzschild.

Freund tief in mir,

Lass meine Hand nicht mehr los,

Bis das falsche Spiegelbild zerbarst,

Wieder gemeinsam am Feuer wärmen,

Nur du und ich,  du der du immer warst.

Freund tief in mir,

Ein neuer Lebensrhythmus, ein wahrer Spiegel,

Zieht mich in seinen Bann,

Symbole an einem blauen Horizont,

Lächelnd, nicht davonrennen.

Hallo Welt!

Januar 23, 2008

Hallo Welt, hallo Weblog,

heute habe ich es also endlich getan, was ich schon lange wollte. Meine eigene kleine Welt hier eröffnet, ohne ein konkretes Ziel dahinter. Oder vielleicht doch, ich mag den Austausch mit Menschen, ich möchte wieder zu meiner Sprache finden, die ich lange vermisst habe und über mein Leben reflektieren.

Gerade bin ich ziemlich traurig, versuche meine Verletzlichkeit zu verbergen. Aber das Gefühl von Einsamkeit, obwohl man in einer offensichtlich glücklichen Liebesbeziehung ist und gute Freunde hat, überwiegt.

Ich sage jetzt einfach nochmal Hallo Tagebuch, und freue mich auf die Zeit mit dir!


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.